Beschreibung
Art Deco Verneuil Rubin Ring in 14K Gold und Platin, um 1920
Mondäner Art Deco Damenring gefertigt aus 585/14K Gold und Platin. Den filigran durchbrochenen Ringkopf ziert ein zeittypischer, großer synthetischer Rubin nach dem Verneuil-Verfahren. Der opulente, himbeerrote Farbstein von 7,2 ct ruht in einer feinen Millegriffe-Fassung aus Platin. Ein einzigartiger, farbenprächtiger Statement-Ring und zugleich ein historisches Sammlerstück mit Geschichte.
- 585/14 K Gold
- 1 Rubin (Verneuil Synthese) 10,8 x 13,6 mm, ca. 7,2 ct
- Größe Ringkopf 12,5 x 15 mm
- Ringgröße 54
- Gewicht 4,2 g
- gestempelt unleserlich, geprüft auf 585/000 und Platin
- Zustand sehr gut, nur minimale altersbedingte Gebrauchsspuren. Von unserem Goldschmied frisch aufpoliert.
- mit Zertifikat
Die Verneuil-Synthese, auch Flammenschmelzverfahren genannt, ist ein seit 1902 veröffentlichtes Verfahren zur Herstellung synthetischer Edelsteine wie Rubin und Saphir. Dabei wird hochreines Aluminiumoxidpulver mit einer Sauerstoff-Wasserstoff-Flamme geschmolzen und tropfenweise zu einem birnenförmigen Kristallkörper aufgebaut. Farbgebende Zusätze, etwa Chrom für Rubin, werden dem Ausgangsmaterial beigemischt. Für antiken Schmuck ist diese Technik besonders relevant, weil synthetische Steine ab dem frühen 20. Jahrhundert, vor allem in der Art-déco-Zeit, weit verbreitet waren. Sie boten intensive, gleichmäßige Farben, hohe Reinheit und waren deutlich günstiger als vergleichbare Natursteine. Deshalb finden sich in historischen Ringen, Broschen oder Anhängern häufig Verneuil-Rubine oder -Saphire, ohne dass dies die historische Bedeutung des Schmuckstücks grundsätzlich mindert. Entscheidend ist vielmehr, ob der Wert im Stein selbst oder in Gestaltung, Handwerk und Epoche liegt. Im Kontext antiken Schmucks ist die Verneuil-Synthese daher kein bloßer Ersatz, sondern ein zeittypisches Material, das den Glauben an technischen Fortschritt und moderne Ästhetik seiner Epoche widerspiegelt.











